Fahrradschlauch
Ein Fahrradschlauch ist beim Fahrradfahren unerlässlich, denn er mindert effektiv die Stoßeinflüsse von Bodenunebenheiten und macht das Radfahren erst zu einer angenehmen und bequemen Sache. In der Regel besteht ein Fahrradschlauch aus Gummi oder Butyl (ein so genannter Synthesekautschuk aus Kunststoff) und wird durch eine Luftpumpe mit komprimierter Luft gefüllt. Fahrradschläuche aus Butyl sind im Allgemeinen günstiger als Gummischläuche und sehr luftdruckstabil bei gleichzeitiger Unempfindlichkeit gegenüber Hitze. Sie besitzen allerdings ein höheres Gewicht als Gummischläuche, wobei es neue Butylschläuche gibt, die mittlerweile sogar leichter sind als Gummischläuche. Diese sind dann allerdings auch etwas hochpreisiger. Gummischläuche haben den Vorteil eines geringeren Rollwiderstandes, sie sind jedoch empfindlich gegenüber Hitze, so dass sie sich für Felgenbremsen weniger gut eignen als Butylschläuche. Vor allem die leichten Butylschläuche neigen zu einem Verkleben mit dem Felgenband oder dem Fahrradmantel, zum Teil können auch die Innenwände der Schläuche miteinander verkleben. Dementsprechend ist es wichtig, leichte Butylschläuche nur zu kaufen, wenn diese innen und außen mit Talkumpuder behandelt sind, welches ein Verkleben effektiv verhindert.
Im Allgemeinen besitzen die meisten Fahrräder das System des einsetzbaren Schlauches, wobei noch das Felgenband und der Fahrradmantel benötigt werden. Nur mit diesen drei Komponenten ist der Fahrradreifen dann komplett. Das Felgenband schützt den Schlauch vor Schäden durch Unebenheiten der Felge, der Fahrradmantel stellt den Schutz nach außen dar, auf diesem fährt das Rad letztendlich. Neben den normalen Fahrradschläuchen gibt es auch noch die so genannten Schlauchreifen, welche vor allem bei Rennrädern zum Einsatz kommen. Hierbei handelt es sich um ein System, bei dem Schlauch und Mantel zu einer Einheit verbunden sind. Eine weitere Neuentwicklung erfreut sich in den letzten Jahren steigender Beliebtheit, nämlich die so genannten schlauchlosen Systeme, auch als “tubeless” Systeme bezeichnet. Dabei wird gar kein Schlauch mehr verwendet, sondern Reifen und Felge bilden eine Kammer, in welche die komprimierte Luft gepumpt wird. Diese Systeme sind in der Regel aber deutlich teurer als die Verwendung eines normalen Fahrradschlauches. Beim Erwerb und Einsatz von Fahrradschläuchen ist vor allem deren Größe ein maßgebliches Kriterium. Zu kurze und zu kleine Schläuche lassen sich in der Regel nur schwer montieren und werden überdehnt, so dass sie schnell kaputtgehen. Ist der Schlauch dagegen zu groß entstehen Falten und Druckstellen, das Risiko eines Schadens ist auch hier deutlich erhöht. Die Größenangaben der Schläuche findet man auf der Verpackung, sie sollten mit den Werten des Reifens abgeglichen werden. Ebenso muss darauf geachtet werden, dass der Schlauch das richtige Ventil besitzt.
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