Eingangrad

Das Eingangrad stellt eines der ersten Fahrradmodelle der Geschichte dar. Im Gegensatz zur heute gängigen Ausstattung von Fahrrädern mit zumindest einer 3-Gang-Schaltung weist das Eingangrad keine Schaltung auf. Es ist sowohl mit als auch ohne Freilauf erhältlich. Gefahren wird das inzwischen als überholt geltende Fahrrad in Deutschland praktisch nicht mehr. Heute findet man es eher in ärmlicheren Ländern wo das Fahrrad noch das einzige Fortbewegungsmittel darstellt.

Typisch für das Eingang-Rad ist, dass es eben nur über eine Übersetzung für alle Arten von zu bewältigendem Gelände verfügt. Bis zur Entwicklung der Nabenschaltung im Jahr 1902 war es das übliche Fortbewegungsmittel auf zwei Rädern. Erst ab den 1920er Jahren hatten Räder mit Gangschaltung höhere Verbreitungstufen erreicht. Gerade in Europa und den USA hat das Fun-Bike als Modeerscheinung wieder Einzug in das Stadtbild erhalten. Nur selten sind die Hintergründe für den Verzicht auf die Gangschaltung in höherer Robustheit des Rades oder aber geringerem Gewicht begründet. Einige Fahrradästheten verzichten allerdings bewusst weiterhin auf die Fahrradgangschaltung und setzen konsequent auf das Fahrrad ohne Gangschaltung. Weite Verbreitung hat das Eingangrad zwar nicht mehr auf der Straße, dafür aber im BMX-Bereich sowie beim Kunstradfahren, beim Radball und beim Bahnradsport. Da es keine Gänge gibt zwischen denen gewechselt werden kann, spielt die Pedal- bzw. Tretübersetzung eine wichtige Rolle. Hier gilt es die richtige Mischung aus langer und kurzer Übersetzung zu finden. Um eine längere Bergabstrecke mit hoher Geschwindigkeit nutzen zu können ist eine lange Übersetzung der Tretbewegung hilfreich. Bei einem Modell mit Gangschaltung erreicht man diese Übersetzung indem man in die hohen Gänge schaltet. Genau umgekehrt verhält es sich, wenn das Eingang-Bike einen Berg erklimmen muss. Hierfür ist eine kurze Übersetzung erforderlich. Beim Kauf sollten der Käufer eine kleine Probefahrt uneternehmen, um die Übersetzung an verschiedenen Steigungen/Neigungen auszuprobieren.

Leave a Comment

{ 1 trackback }